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Tortuguero

Nationalpark im südlichen karibischen Teil

Der 18.947 ha (Land), 52.265 ha (Meer) große Tortuguero Nationalpark wurde 1975 gegründet. Wie der Name schon vermuten lässt ist das Hauptziel des Parks der Schutz der dort vorkommenden Meeresschildkröten. Wie generell auf der Karibikseite regnet es hier sehr viel, im Jahr fallen um die 5.000-6.000 mm Niederschlag. In den 11 hier vorkommenden Naturräumen wie zum Beispiel Sumpfwald, Küstenwegetation und Hagelwald, gilt der Tortuguero Nationalpark als einer der artenreichsten Gebiete Costa Ricas und der Welt.

Die wichtigsten Fragen in Kürze

Vegetation im Tortuguero Nationalpark

Über 2.200 verschiedene Pflanzenarten, darunter circa 400 Baumarten wurden bislang im Park nachgewiesen. Unter den Bäumen finden sich Arten wie Wasserkastanie, Waldmandelbaum, die Yol Hila-Palme, der Sandbüchsenbaum sowie der Cativo. Im feuchtheißen Klima wachsen unzählige Epiphyten wie Bromelien und Orchideen.

Tierwelt im Tortuguero Nationalpark

Besonders hervorzuheben sind die vier von sechs in Costa Rica vorkommenden Meeresschildkrötenarten, die die Strände Tortugueros zur Eiablage nutzen. Schon in den 1950er-Jahren begann der der Biologe Archie F. Carr hier mit der Erforschung der Grünen Meeresschildkröten, die hier, genau wie die Leder- die Karett- sowie die Unechte Karettschildkröte an Land gehen. Zwischen Februar und Juli ist die Saison der Lederschildkröten. Die Grüne Meeresschildkröte und auch die seltenen Unechten Karettschildkröte legt im Zeitraum von Juli bis Oktober ihre Eier im Sand vor Tortuguero ab.
Neben den Meeresschildkröten kommen natürlich noch eine Vielzahl anderer Tiere im Park vor wie die Spitzkrokodile, Brillenkaimane, 46 Arten von Schlangen, Basilisken und 10 unterschiedliche Arten von Landschildkröten. Im feuchtwarmen Klima fühlen sich natürlich auch Amphibien sehr wohl, die hier mit über 39 Arten vertreten sind. Darunter das bekannte Erdbeerfröschchen, der Goldbaumsteiger sowie der fast durchsichtig erscheinende Glasfrosch. Von den über 120 Säugetierarten kommen hier unter anderem die vor dem Aussterben bedrohten Manatis vor. Auch Fischotter, Jaguare, Tapire und verschiedene Affenarten leben im Park. Besonders spannend ist auch das Große Hasenmaul, eine riesige fischfressende Fledermaus. Vögel sind hier mit über 400 Arten vertreten, darunter der Fischertukan, Soldaten- sowie Hellrote Aras, diverse Tangare und Schlangenhalsvögel.

Babyschildkröte auf dem Weg ins Meer bei Sonnenuntergang
Jaguar im Dschungel

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